Polizeibericht

verfaßt von Alexandra Greßler ABC Computerclub Östringen Samstag, den irgendwannmal

Das Verbrechen:

Begangen im Jahre 1996 - genauer gesagt im Februar - und zwar mit der Gründung des ABC Computerclubs e.V. Östringen. Zum eigentlichen Verbrechen kam es allerdings erst mit der Zeit, da die anfallenden Arbeiten und Aufgaben durchaus nicht im Voraus absehbar waren.

Der Tatort:

Der Tatort ist an dem ganzen Geschehen die komplizierteste Sache.                                        Nach dreimaligem Umzug des Vereins: - Waldlust - MSC - Firma Hassis - und zu guter Letzt die Baracken - ist nicht mehr genau zu bestimmen wo, wie, wann und warum sich dies alles so und nicht anders ereignet hat.   Bleibt nur zu hoffen, das dies der letzte Umzug der undurchsichtigen Bande war.

Die Schuldfrage:

Die Schuldfrage ist durchaus noch nicht geklärt. Das wird sich im Laufe der Zeit noch ergeben, wobei angemerkt sei, daß sich einige Schuldige bereits freiwillig gemeldet haben. Auf dieses Thema wird aber im Kapitel "Die Schuldigen" noch näher einge- gangen.

Die Rechtslage:

Die Rechtslage ist in diesem Falle sehr umstritten, da die betreffenden Personen noch immer in ihrem Amte schalten und walten, wird sich die Rechtsprechung nicht so einfach auslegen lassen.

Allerdings ist bei der Durchsuchung der Clubräume ein Grundgesetz aufgefunden worden, daß von allen Schuldigen - ausgenommen dem 1. Vorstand, Jörg Essenpreis - unterzeichnet ist. Dieses könnte durchaus als Beweis vom obersten Gericht akzeptiert werden.

Die Schuldigen:

Schuldig im Sinne der Anklage sind alle verdächtigen Personen, welche die Bildung dieses Clubs angezettelt haben. Sowie alle Personen die durch Schmiergelder oder Bestechungsgelder zum Fortbestand dieses Vereins beitragen.                                                                                         Als Schmier- bzw. Bestechungsgelder können die jährlichen Beitragszahlung, Spenden, sowie alle sonstigen Vergünstigungen gelten.

Und nun zu den einzelnen Beschuldigten:

 

1. Vorstand, Jutta Beuer – Biesel:

Will unbedingt beim Markt  was tun, 

füllt den Dienstplan vorm Urlaub, ohne zu ruhn,

drei Schichten hat sie übernommen, 

so mußten die andern nicht so oft kommen.

 

2. Vorstand, Volker Spieler:

Ein Striptease hinter einer Laube, 

da weitet sich des Kindes Auge;

dem Schriftführer eine Hilfe- Prise, 

in einer jeden schweren Krise.

In der Sommerzeit ständig beschäftigt mit irgendwelchen Umbauten in einem imaginären Haus; sei ihm verziehen, da er ja alle anfallenden Arbeiten verrichtet, die sonst keiner machen will; weitere Qualitäten von Volker sind u.a. seine Geduld bei der einsamen Wanderung als Nikolaus - ohne Knecht Ruprecht - und seine Striptease - Einlage hinter der Glühweinhütte;

 

Kassier, Bernhard Freund :

Er ist unser großer Held, 

seit ihm haben wir immer Geld;

niemals klagt er laut sein Leid, 

er auch nie bei `ner Sitzung schreit.

Ein heimlicher Excel -und Makro- Spezialist; hier besteht höchste Fluchtgefahr, sobald ihn sein "Haxen" wieder tragen kann ; außerdem ist seine Frau Monika für weiche Kissen, gespülte Gläser und auch fürs gesaugte Clubzimmer verantwortlich;

 

Schriftführerin, Alexandra Greßler:

Ein Schreiber wird nur selten erblickt, darüber der Club ist nicht entzückt.

Doch steht was in der Nachricht der Stadt, man weiß das man einen Schreiber hat.

 

Getränkewart, Alois Latzko:

Ein Schankwart sorgt für S p i r i t u o s e, 

manch einer kriegt `ne Affen – Neurose.

Für jeden Geschmack ist etwas dabei, 

wenn nicht??--- na, das ist einerlei.

Mit Vorsicht zu genießen, da er zwar für die flüssige Nahrung zuständig ist, aber selbst immer trockenen Fußes über seinen Tabellen sitzt; Fluchtgefahr nur in Verbindung mit übermäßigem Alkoholgenuß gegeben, weil er oft für seine Frau das Geschirr spülen muß.

 

Norbert Hassis:

Oft im Bus – Stress und doch immer bereit, 

für seinen Club hat er gerne Zeit.

Mit dem Elferrat auf Urlaub gehen, 

deshalb zur Fastnacht kaum bei uns zu sehn.

Heimlicher Grillmeister in der Frühschicht, der seinen verkaufstalentierten Vorkoster Daniel die längste Zeit so gut versteckt hat; ein Mitglied mit der eigenartigen Neigung, von Geburtstagen zu türmen um beim Club ein Weizenbier zu trinken; keine Fluchtgefahr, solange kein Bus in der Nähe ist.

 

Ulrich Förderer:

Ein Mitglied der besonderen Art, mit Anhänger dabei, bei jeder Fahrt.

Kinder und Frau helfen auch fleißig mit, die Jugend ist beim Club ein Hit.

 

Caroline Förderer:

Waffeln backen, Teige rühren, dazu muß sie keiner verführen.

Sie malt die Front vom Ballermannhaus und ist dabei jahrein, jahraus

 

Jörg Essenpreis:

 

Rollstühle verkaufen, Fahrräder auch, macht ständig vom Urlaubsrecht Gebrauch

selten zu Haus wenn man ihn braucht, sein Anrufbeantworter furchtbar schlaucht.

Ist immer auf Achse, vor allem im Ausland; hier genügt ein Ort: Florida; sei ihm zugute gehalten, daß er sich trotz allem sehr für seinen Club einsetzt, die Zügel überaus fest in der Hand hält und auch sonst überaus zuverlässig ist; allerdings Fluchtgefahr !

 

Monika Freund:

Die Kinder halten sie auf Trab, sie bringt den Mann, sie holt ihn ab,

auch beim Arbeiten ist sie da, immer lustig mit Hurra.

 

Christian Gaudel :

Auch mit Vorsicht zu betrachten, da ständig in

Frankreich in seinem Challet anzutreffen,

besteht auch hier Fluchtgefahr.

 

Norbert Brecht:

Ein Umzug in einen neuen Garten, wohin -- das wird hier nicht verraten.

Auf Märkten war er öfters tätig, drum hilft er uns auch immer gnädig.

keine Fluchtgefahr, da er erstens nur um die Ecke der Glühweinhütte wohnt und zweitens als staatlich geprüfte Spülmaschine beim Club eingestellt wurde;

 

Roland Reim:

roland.jpg (5512 Byte)
Ein Mann für PC und Hammer und Schrauben,

ihr werdet es mir niemals glauben,

immer und immer ist er mit dabei,

seine Frau gibt ihm bald nicht mehr frei.

 

Siegfried Rank:

Die Brötchen für Feiern oft stiftet er, drum mögen wir ihn alle sehr.

Doch nicht nur das ist an ihm gut, er immer noch ein Späßchen tut.

 

Werner Herzog:

Bei ihm, da kannst Du alles fragen, er hat die Antwort schnell zu sagen.

Und weiß er einmal etwas nicht, ich glaub` das gibt es einfach nicht.

 

Ingrid und Erich Engler:

Sie haben Gläser, ohne Ende Und sind auch sonst so recht behende,

auch Bänke können sie dir leihen, du mußt es nur ganz laut beschreien.

 

Thomas Langer:

Ein Profi für den starken Strom Und fehlt mal was,

-- da kommt er schon.

Zwillinge darf er sein Eigen nennen,

seine Frau wir alle kennen.

 
 

Veronika Sinn:

Nen` Holzwurm, hat sie zu ihrem Mann,

der meckert sie auch manchmal an,

doch auch er - mit Freud und Liebe,

gibt uns Balken für die Festbetriebe.

 

Rösel Stirner:

Sie kennt sich aus mit allen Schriften, im Corel kann sie super driften,

Einladungen – wie die für hier, ja, die verdanken wir ihr.

 

Weitere Verdächtige:

  • auch hier Verdächtige, wie z. Bsp. Vietnam - Reisende und Ballermann - Spezialisten;
  • ganz "Stille", die niemals erscheinen;
  • ganz "Laute", die immer was wissen oder auch gar nichts;
  • solche, die im Hintergrund kopieren und drucken, zum Wohle des Vereines;
  • mehrere Spezialisten - auf dem einen oder anderen Gebiet des Computerwesens;
  • eine "schwindelerregende" Anzahl von Helfern im Hintergrund;
  • Spender und Heinzelmännchen für Reparaturen und andere Nichtigkeiten;
  • Vereinsausschuß mit Aufgaben, die fast nicht zu bewältigen sind;
  • Nikoläuse mit gebrochenen Beinen und solche, die unsichtbar sind;
  • Cola - Flaschen in der Küche, die nicht vom Club stammen;
  • Stühle, die sich davonmachen, ohne was zu sagen;
  • Vorhänge, die plötzlich hängen;
  • Beschlüsse, die gefaßt und nicht ausgeführt werden;
  • und noch viele andere "Unzulänglichkeiten", die eines schönen Tages das Urteil für den Club bedeuten könnten;

Die Moral:

Zu Anfang gab es ja überhaupt keine Moral! Man kann sagen sie war noch "im.....         - ihr wißt schon wo !" Jetzt, da die neuen Clubräume renoviert sind ist auch die Moral ein wenig poliert worden.

Ein Beispiel dafür sind die Clubdiskussionen bis spät in dieNacht, die Telefonate untereinander und sei es auch nur um sich gegenseitig anzumeckern. Das ist doch schon ein Fortschritt !

Die Action:

Man soll die Feste feiern wie sie fallen;

Obwohl meistens nicht alle Mitglieder unter einen Hut zu bringen sind, so arten die Feste, Versammlungen und Sitzungen des Clubs doch meist in wahre Orgien aus.

Sei dahingestellt ob das den Ermittlungen schadet oder hilfreich ist.

 


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